Die Kapitalertragssteuer wird auf jährlicher Basis veranlagt. Anlageverluste können zum Ausgleich von Gewinnen “genutzt” werden, aber die Märkte richten sich nicht nach der Kalenderjahresplanung. Verluste tauchen das ganze Jahr über auf und verschwinden wieder, da die Volatilität Gelegenheiten schafft, die lange vor Beginn der Jahresendprüfung wieder verschwinden. Eine speziell entwickelte Technologie ermöglicht, was manuelle Jahresendprozesse nicht können: eine kontinuierliche Überwachung, die Chancen erfasst, sobald sie entstehen.
Anfang März 2026 trafen sich Führungskräfte aus dem gesamten Finanzsektor in Zürich zu einer vom NZZ Finanzplatz veranstalteten Diskussion über die Zukunft der künstlichen Intelligenz im Finanzwesen. Unter den Teilnehmern war auch Ian Keates, CEO der Altoo AG. Was bei diesem Austausch deutlich wurde, war nicht die Begeisterung für einen weiteren technologischen Zyklus, sondern die Erkenntnis, dass etwas Strukturelleres im Gange ist. Künstliche Intelligenz ist bereits in der gesamten Branche angekommen. Die drängendere Frage ist, wie die Institutionen die Kontrolle behalten, sobald sie beginnt, Finanzentscheidungen auf sinnvolle Weise zu beeinflussen. Hier teilt Ian seine Gedanken über die Auswirkungen der KI in der
Private Märkte machen inzwischen fast 30% des durchschnittlichen Family-Office-Portfolios aus. Dennoch verfolgen viele Family Offices nicht systematisch die Performance oder prognostizieren die Cashflows dieser Anlagen. Institutionelle Anleger behandeln Private Equity, Risikokapital und andere illiquide Anlagen als messbare, prognostizierbare Komponenten der gesamten Portfoliostrategie. Sie automatisieren, was Family Offices oft durch vierteljährliche manuelle Abstimmung, Tabellenkalkulationen und reaktives Cash Management erreichen. Speziell entwickelte Technologie schließt diese Lücke und bringt Automatisierung auf institutionellem Niveau in die Größenordnung von Family Offices, ohne dass dafür Ressourcen auf institutionellem Niveau erforderlich sind.
Jedes Family Office definiert strategische Zielallokationen. Nicht jedes hält sie jedoch konsequent ein. Zwischen den vierteljährlichen Überprüfungen können Portfolios von ihrer strategischen Zielallokation abweichen, wenn sich Märkte bewegen und Emotionen ins Spiel kommen. Was als bewusste Strategie beginnt, endet nicht selten in zufälligem Market Timing. Institutionelle Anleger und zunehmend auch Family Offices begegnen dieser Herausforderung mit systematischem Rebalancing: automatisierte, schwellenwertbasierte Auslöser, die menschliches Ermessen aus dem Prozess eliminieren.
Nehmen wir ein Beispiel für den vierteljährlichen Leistungsbericht eines Family Office: Aktien steigen um 12%, festverzinsliche Anlagen stagnieren, Alternativen sind stark. Beachtliche Renditen, aber waren sie das Ergebnis bewusster Entscheidungen oder nur Glück? Aus teuren Managern, die ihre Gebühren verdienen, oder aus passiven Engagements, die billig nachgebildet werden können? Ohne die Quellen der Performance zu verstehen, kann das Büro vergangene Entscheidungen nicht bewerten, Manager nicht zur Verantwortung ziehen und zukünftige Ergebnisse nicht verbessern. Performance-Attribution-Analysen auf institutionellem Niveau liefern die Antworten, und eine speziell entwickelte Technologie macht sie auch für Family Offices ohne institutionelle Ressourcen verfügbar.
Impact Investing ist nicht länger eine Nischenaktivität für ethisch Interessierte. Laut dem World Wealth Report 2024 von Capgemini bevorzugen 79% der sehr vermögenden Privatpersonen (UHNWIs) heute die Investition von Kapital in Unternehmen, die messbare soziale oder ökologische Ergebnisse erzielen - ein dramatischer Anstieg gegenüber 52% im Jahr 2020.
Die Schweiz nimmt im globalen Privatvermögen einen besonderen Platz ein. Über Generationen hinweg ist sie zum bevorzugten Gerichtsstand für Familien geworden, deren Vermögen sich über Grenzen, Vermögensklassen und Familienlinien erstreckt. Die rechtliche Berechenbarkeit untermauert diese Position, aber es ist die Kombination aus institutioneller Kontinuität, politischer Stabilität und einer tief verwurzelten Kultur der langfristigen Vermögensverwaltung, die die Schweiz zu einem einzigartigen und dauerhaften Vermögenszentrum gemacht hat. Diese Beständigkeit hat die Art und Weise, wie Vermögen aufgebaut und verwaltet wird, geprägt.
Ein Unternehmensübergang ist niemals nur eine Transaktion. Für sehr vermögende Unternehmer ist dies der Moment, in dem das Vermögen nicht mehr geschaffen, sondern verwaltet wird. Ob durch einen Unternehmensverkauf, einen Börsengang oder eine Nachfolge, dieser Wechsel bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich: plötzliche Liquidität, komplexe Steuerrisiken und die Herausforderung, Erben und Berater in Einklang zu bringen.

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