Für Family Offices können Diversifizierungsstrategien nur allzu leicht zu einer operativen Belastung werden. Wenn es mehrere Verwahrstellen, Anlageklassen und Gerichtsbarkeiten gibt, können die Strukturen, die das Vermögen schützen sollen, dieses verdecken. Leider ist das Fortbestehen der auf Tabellenkalkulationen basierenden Konsolidierung ein Symptom für eine Infrastrukturlücke. Glücklicherweise können Family Offices davon lernen, wie institutionelle Anleger mit dieser Lücke umgehen.
Die Märkte warten nicht auf vierteljährliche Überprüfungen. Das sollte auch das Risikomanagement nicht tun. Institutionelle Anleger überwachen Risiken kontinuierlich - aber nicht, indem sie ihre Mitarbeiter ständig auf Bildschirme schauen lassen. Family Offices können dieselbe proaktive Überwachung durch automatisierte Überwachungstechnologie erreichen, die mehrere Risikofaktoren verfolgt und Portfoliomanager benachrichtigt, sobald Schwellenwerte überschritten werden.
Sie kennen den Wert Ihrer Private-Equity-Beteiligungen, Ihres Immobilienbesitzes und Ihrer Risikokapitalbeteiligungen. Aber wissen Sie auch, wann diese Vermögenswerte Kapital erfordern - oder zurückgeben - werden? Der Unterschied zwischen reaktiver Improvisation und proaktiver Planung liegt nicht in einem ausgefeilten Treasury-Management. Es ist die Behandlung Ihrer konsolidierten Vermögensinformationen als strategisches Gut. Speziell entwickelte Technologie verwandelt fragmentierte Bestände in vorausschauende Liquiditätsprognosen und verwandelt das Cashflow-Management von einer Krisenreaktion in einen Wettbewerbsvorteil.
Universitätsstiftungen wie die von Yale und Stanford übertreffen regelmäßig die meisten privaten Portfolios, oft mit beträchtlichem Vorsprung. Das Geheimnis ist nicht nur der Zugang zu exklusiven Anlagen oder brillanten Managern. Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist etwas Grundlegenderes: ein disziplinierter, datengesteuerter Ansatz für das Portfoliomanagement, bei dem die Informationsinfrastruktur ebenso ernst genommen wird wie die Auswahl der Anlagen. Die meisten Familien verwalten acht- oder neunstellige Portfolios mit Instrumenten, die in einem institutionellen Umfeld undenkbar wären. Doch die Lücke schließt sich, da speziell entwickelte Technologien institutionelle Fähigkeiten in die Reichweite von Privatvermögen bringen.
Vermögende Privatpersonen sichern Markt-, Währungs- und Kreditrisiken sorgfältig ab. Sie beschäftigen hochqualifizierte Berater, um sich vor Schwankungen zu schützen und diversifizierte Portfolios aufzubauen, die geopolitischen Schocks standhalten können. Dennoch lassen viele eines ihrer größten operativen Risiken völlig ungeschützt: ihre Vermögensdaten.
In den nächsten 25 Jahren werden über 83 Billionen USD auf die nächste Generation übertragen. Leider besteht bei vielen dieser Vermögensübertragungen die Gefahr, dass sie scheitern. Nicht wegen schlechter Investitionen, sondern wegen schlechter Familiendynamik und Vorbereitung. Bei herkömmlichen Nachlassplänen werden zwar Vermögenswerte übertragen, aber entscheidende Elemente fehlen: das Wissen, der Kontext und die Intelligenz, die das Vermögen aufgebaut haben. Vorausschauende Familien haben erkannt, dass die Vermögensdaten selbst ein Vermächtnis darstellen, das mit Hilfe spezieller Technologie und Governance-Rahmenbedingungen bewusst übertragen werden muss.
Wahrscheinlich sind Sie bestrebt, die Wertentwicklung jedes Vermögenswerts in Ihrem Portfolio zu verfolgen, von Aktien über Immobilien bis hin zu privaten Anlagen. Aber es gibt einen Vermögenswert, der messbare Erträge generiert, der wahrscheinlich nirgendwo in Ihren Vermögensaufstellungen erscheint: Ihre Daten selbst. Sie sind ein leistungsfähiger Vermögenswert, der Rendite generiert. Fortschrittliche Technologieplattformen ermöglichen es Vermögenseigentümern, diesen beträchtlichen Wert zu erschließen, indem sie Daten mit der gleichen Strenge behandeln, die sie auch bei anderen Investitionen anwenden.
Der generationenübergreifende Vermögenstransfer gehört seit jeher zu den schwierigsten Herausforderungen in der Vermögensverwaltung. Das fängt schon bei der Sichtbarkeit an: Man kann Erben nicht über Vermögen aufklären, das man ihnen nicht deutlich zeigen kann. Die zunehmende internationale Mobilität sowohl der Vermögensinhaber als auch ihrer Familien bedeutet, dass sich die Übertragungen auf mehrere Länder, Währungen und Rechtssysteme gleichzeitig erstrecken. Je mehr die Komplexität zunimmt, desto wichtiger wird die Grundvoraussetzung einer einheitlichen Sichtbarkeit.

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