Impact Investing ist nicht länger eine Nischenaktivität für ethisch Interessierte. Laut dem World Wealth Report 2024 von Capgemini bevorzugen 79% der sehr vermögenden Privatpersonen (UHNWIs) heute die Investition von Kapital in Unternehmen, die messbare soziale oder ökologische Ergebnisse erzielen - ein dramatischer Anstieg gegenüber 52% im Jahr 2020.
Private Märkte machen inzwischen fast 30% des durchschnittlichen Family-Office-Portfolios aus. Dennoch verfolgen viele Family Offices nicht systematisch die Performance oder prognostizieren die Cashflows dieser Anlagen. Institutionelle Anleger behandeln Private Equity, Risikokapital und andere illiquide Anlagen als messbare, prognostizierbare Komponenten der gesamten Portfoliostrategie. Sie automatisieren, was Family Offices oft durch vierteljährliche manuelle Abstimmung, Tabellenkalkulationen und reaktives Cash Management erreichen. Speziell entwickelte Technologie schließt diese Lücke und bringt Automatisierung auf institutionellem Niveau in die Größenordnung von Family Offices, ohne dass dafür Ressourcen auf institutionellem Niveau erforderlich sind.
Die Schweiz nimmt im globalen Privatvermögen einen besonderen Platz ein. Über Generationen hinweg ist sie zum bevorzugten Gerichtsstand für Familien geworden, deren Vermögen sich über Grenzen, Vermögensklassen und Familienlinien erstreckt. Die rechtliche Berechenbarkeit untermauert diese Position, aber es ist die Kombination aus institutioneller Kontinuität, politischer Stabilität und einer tief verwurzelten Kultur der langfristigen Vermögensverwaltung, die die Schweiz zu einem einzigartigen und dauerhaften Vermögenszentrum gemacht hat. Diese Beständigkeit hat die Art und Weise, wie Vermögen aufgebaut und verwaltet wird, geprägt.
Ein Unternehmensübergang ist niemals nur eine Transaktion. Für sehr vermögende Unternehmer ist dies der Moment, in dem das Vermögen nicht mehr geschaffen, sondern verwaltet wird. Ob durch einen Unternehmensverkauf, einen Börsengang oder eine Nachfolge, dieser Wechsel bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich: plötzliche Liquidität, komplexe Steuerrisiken und die Herausforderung, Erben und Berater in Einklang zu bringen.
In ganz Westeuropa kontrollieren ultra-vermögende Frauen derzeit ein Vermögen von etwa 4,6 Billionen Euro, eine Summe, die in den nächsten zehn Jahren um fast die Hälfte ansteigen wird (McKinsey & Company via Bloomberg, 2024). Ihr wachsender finanzieller Einfluss verschiebt die Prioritäten des Privatkapitals. Viele dieser Anlegerinnen begnügen sich nicht mehr mit rein finanziellen Erträgen, sondern tätigen Impact-Investitionen, um ihr Vermögen für Zwecke einzusetzen, die ihren Werten entsprechen. Digitale Plattformen, die Transparenz, Kontrolle und einen nahtlosen Abgleich mit den persönlichen Überzeugungen bieten, sind zu wichtigen Instrumenten für diesen Wandel geworden.
Für Family Offices können Diversifizierungsstrategien nur allzu leicht zu einer operativen Belastung werden. Wenn es mehrere Verwahrstellen, Anlageklassen und Gerichtsbarkeiten gibt, können die Strukturen, die das Vermögen schützen sollen, dieses verdecken. Leider ist das Fortbestehen der auf Tabellenkalkulationen basierenden Konsolidierung ein Symptom für eine Infrastrukturlücke. Glücklicherweise können Family Offices davon lernen, wie institutionelle Anleger mit dieser Lücke umgehen.
Wenn Sie mit mehreren Vermögensverwaltern zusammenarbeiten, sieht jeder einen Teil Ihres Portfolios. Aber welcher von ihnen kennt Ihr Gesamtrisiko? Diese Informationslücke ist kein Koordinationsproblem, das es zu beheben gilt, sondern ein Wettbewerbsvorteil, den es auszunutzen gilt. Eine speziell entwickelte Technologie kann diese Asymmetrie in messbares Alpha umwandeln.
Die Märkte warten nicht auf vierteljährliche Überprüfungen. Das sollte auch das Risikomanagement nicht tun. Institutionelle Anleger überwachen Risiken kontinuierlich - aber nicht, indem sie ihre Mitarbeiter ständig auf Bildschirme schauen lassen. Family Offices können dieselbe proaktive Überwachung durch automatisierte Überwachungstechnologie erreichen, die mehrere Risikofaktoren verfolgt und Portfoliomanager benachrichtigt, sobald Schwellenwerte überschritten werden.

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